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Informationen & Unterstützung

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Alle wichtigen Ansprechpartner, alle Hilfsprogramme der Länder

Von der Coronakrise zum Konjunkturrückgang: Zahlreiche Medienschaffende sind jetzt wirtschaftlich besonders betroffen. Das betrifft angestellte Kollegen ebenso wie freiberuflich oder selbständig tätige Journalisten.

Die Bundesländer haben erste Soforthilfen aufgelegt, welche sofort oder in Kürze beantragt werden können. Bei Bedarf können Sie sich bewerben. Lagen verändern und entwickeln sich in der aktuellen Situation jedoch laufend. Deswegen finden Sie HIER alle wichtigen Ansprechpartner und Informationen.

 

Beantragen Sie rechtzeitig Mittel aus den Notfonds für Journalisten

Zusätzlich zu den aktuellen Hilfen aufgrund der Corona-Krise möchten wir interessierten Kollegen unseren kostenlosen Presseratgeber „Nothilfe für Journalisten“ empfehlen. In dieser in seiner inhaltlichen Form einmaligen Publikation greifen wir die Themen Selbsthilfe und Krankheit auf, wobei der Fokus auf den Notfonds liegt. Leider für viele von uns aktueller denn je. 

Nr. 8521 unter www.presseratgeber.de.

 

Maßnahmen, die jeder wegen Corona in wirtschaftliche Not geratene Journalist ergreifen sollte

Kommen Sie Mahnungen oder Zwangsvollstreckungen wegen offener Forderungen zuvor und gehen Sie mit den Zahlungsempfängern in das offene Gespräch. Kontaktieren Sie also Vermieter, Stromanbieter, Handy- und Internetanbieter, Banken, Krankenkasse, Geschäftspartner usw. und informieren Sie sie über Ihre wirtschaftliche Situation. Oft sind hier Stundungen und manchmal Nachlässe möglich.

 

Ich habe rechtliche Fragen!

Wann ist mein Auftraggeber zur Auftragserfüllung verpflichtet? (Generell müssen einmal erteilte Aufträge auch erfüllt werden).

Wie unterscheidet sich eine Veranstaltung hinsichtlich der Zahlungspflicht mir gegenüber, welche vom Auftraggeber wegen des Corona-Risikos abgesagt wurde von einem Auftraggeber-Event, welches wegen eines behördlich angeordneten Verbots ausfällt?  (Im ersten Fall bleibt der Auftraggeber generell zur Zahlung verpflichtet, im zweiten Fall regelmäßig nicht).

Wann in Ihrem speziellen Fall beispielsweise eine Leistungspflicht vorliegt oder entfällt sowie alle anderen rechtlichen Fragen rund um die Krisensituation klären Sie als Mitglied von DPV oder bdfj  am besten in einem persönlichen Gespräch mit einem Hausjustiziar des Journalistenzentrum Deutschland. Aufgrund des erhöhten Aufkommens an Anfragen senden Sie Ihre Anfrage idealerweise vorab per Email an die Bundesgeschäftsstelle.

Natürlich gilt dies auch für arbeitsrechtliche Fragen, welche sich für Sie als Arbeitnehmer ergeben können. Viele Antworten ergeben sich aber bereits aus den Informationen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

 

Jeder Journalist kann Steuerstundungen beantragen

Angesichts der Coronakrise wurden Maßnahmen für Angestellte ebenso wie für Freischaffende sowie Klein- und Mittelständische Unternehmer (KMU) beschlossen. So eine Erleichterung ist die Steuerstundung. Diese Maßnahme, welche die Einkommensteuer, die Körperschaftsteuer und die Umsatzsteuer betrifft, hat das Bundesfinanzministerium zusammen mit den Landesfinanzministerien beschlossen. Wichtig: Säumniszuschläge werden nicht erhoben.

Zwecks Beantragung setzen Sie sich bitte mit Ihrem zuständigen Finanzamt in Verbindung. Im Fall der Gewerbesteuer muss man mit seiner jeweiligen Gemeinde in Kontakt treten. Unternehmen und Freiberufler sollen zwar darlegen, dass sie unmittelbar betroffen sind. Sie müssen laut Bundesfinanzministerium den entstandenen Schaden aber nicht im Einzelnen belegen.

Die Finanzbehörden stellen in der Regel spezielle Antragsformulare zur Verfügung, welche online heruntergeladen und eingereicht werden können.

Die Mitglieder von DPV und bdfj können sich bei allen Fragen rund um das Thema wie gewohnt kostenfrei an unsere Steuerberatung wenden.

 

Künstlersozialkasse: Sollte das voraussichtliche Arbeitseinkommen korrigiert werden?

Ja, wer keine oder kaum noch Aufträge hat, sollte umgehend seine Einkommensschätzung gegenüber der Künstlersozialkasse nach unten korrigieren, um zu hohe Beiträge für Rente und Krankenversicherung zu vermeiden. Da die Schätzung immer nur in die Zukunft gerichtet ist, sollte man im Bedarfsfall schnell handeln. Unangenehmer Nebeneffekt: Wer dann krank wird, bekommt auch weniger Krankengeld.

Das entsprechende Formular finden Sie HIER. Fragen dazu beantwortet Ihnen die KSK.

 

Entschädigungszahlungen für freiberufliche und selbständige Journalisten in Quarantäne

Wer sich aufgrund eines Verdachts oder einer tatsächlichen Corona-Erkrankung in Quarantäne befindet und seiner Tätigkeit nicht nachgehen kann, hat die Möglichkeit, nach § 56 Abs. 1 des Infektionsschutzgesetzes eine finanzielle Entschädigung zu beantragen. Grundlage für die Entschädigung ist das Jahreseinkommen des letzten Jahres.

Dieser bundesgesetzliche Entschädigungsanspruch ist von Gesetzes wegen auf bestimmte Fälle begrenzt.  Der Anspruch nach Paragraf 56 Infektionsschutzgesetz kommt daher auch im Zusammenhang mit dem Coronavirus nur in Betracht, wenn aufgrund des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) vom Gesundheitsamt ein berufliches Tätigkeitsverbot ausgesprochen (§ 31 IfSG) oder eine Quarantäne nach § 30 Abs. 1 Satz 2 IfSG angeordnet wurde, die in ihrer Wirkung einem beruflichen Tätigkeitsverbot gleichkommt. Dagegen haben zum Beispiel Personen, die sich freiwillig unter Quarantäne stellen, keinen Entschädigungsanspruch. Auch Betriebsschließungen oder Veranstaltungsverbote aufgrund einer nach § 28 Abs. 1 Infektionsschutzgesetzes erlassenen Allgemeinverfügung begründen keine Ansprüche nach § 56 des Infektionsschutzgesetzes.

Zuständig für eine Antragstellung sind die Bezirksämter, deren Gesundheitsämter die Quarantäne oder das berufliche Tätigkeitsverbot angeordnet haben.

 

Unterschreiben Sie die Petition „Hilfe für Freiberufler und Künstler während des Corona Shutdowns“

Die Krise trifft etliche freiberufliche Journalisten. Manche von uns arbeiten ohnehin am Rand des Existenzminimums, aber beispielsweise durch die derzeitige massenhafte Absage von Veranstaltungen drohen sie über diesen Rand gestoßen zu werden.

Wie bei allen anderen Menschen laufen Rechnungen und Verbindlichkeiten uneingeschränkt weiter, muss Miete, Strom, Lebensunterhalt und vieles mehr gezahlt werden, oftmals hängen auch ganze Familien an dem wegfallenden Einkommen.

Die Petition fordert daher von der Bundes- und den Landesregierungen, sich bei den angedachten Finanzhilfen und Unterstützungen nicht nur auf Unternehmen und Firmen sowie deren Angestellte, sondern vor allem auch die mitunter wesentlich prekärere Lage der Freiberufler zu berücksichtigen. Gefordert werden sofortige Finanzhilfen für Freiberufler und Menschen aus der Kreativszene, z.B. in Form von unbürokratischen Überbrückungsgeldern, Hilfsfonds zum schnellen Ausgleich real entfallender Einnahmen , einer Art Kurzarbeitergeld plus, Finanzkredite oder Darlehen ohne Kopplung an Bonität & aufwendige Bewerbungsverfahren, helfen uns NICHT weiter, da viele von uns sich bereits JETZT in einer Schuldenspirale befinden. Viele meiner Kolleginnen und Kollegen sind nicht in der Lage, ohne weiteres einen oder zwei Monate ohne Einnahmen zu überbrücken, wie dies in der gegenwärtigen Lage jedoch vonnöten sein könnte.

Das offiziell für eine beim Petitionsausschuss einzureichende Petition notwendige Quorum wurde locker erreicht. Nun zählt jede Stimme, um ihr mehr Gewicht zu verleihen. HIER klicken.

 

Verfallen Sie nicht in Stillstand, sondern erkennen die Chancen für die Zeit nach der Epidemie

Es klingt aktuell recht abwegig: aber in jeder Krise gibt es auch Chancen. Um diese zu erkennen, benötigt es einen kühlen Kopf. Nachdem Sie den ersten Schock überwunden haben, versuchen Sie positiv zu denken. Fragen Sie sich: Kann ich mein journalistisches Angebot irgendwie an die neue Situation anpassen? Welche Chancen bietet mir die Digitalisierung? Wie kann ich diese Situation nutzen, um Dinge, um die ich mich schon längst einmal kümmern wollte, endlich anzugehen?

Es lohnt sich immer auch, das eigene Geschäftsmodell noch einmal gründlich zu überdenken und weiter zu entwickeln.

Ihre Journalistenverbände DPV und bdfj decken mit der Existenzgründungsberatung, der Rechts- oder Steuerberatung sowie der Journalistenberatung alle Gebiete ab, welche berufsbezogen für Medienschaffende entstehen können. Das Medienmagazin journalistenblatt oder auch die Presseratgeber helfen mit vielen praktischen Tipps.

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