Journalistenzentrum Deutschland
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Charta zum Schutz

Informationen zum Engagement

Wenn Journalisten in Kriegs- und Krisengebiete reisen, so übernehmen sie hohe Risiken. Leib und Leben sind in Gefahr. Jedes Jahr sterben zahlreiche Kollegen oder werden schwer verletzt. Kein Medienschaffender sollte zu diesem Schritt gezwungen werden - solche Einsätze bedürfen immer einer freiwilligen Basis. Trotzdem ist es wichtig, dass Journalisten aus jenen Regionen berichten, die sonst wahrscheinlich von dem Rest der Welt vergessen werden. Krieg und Leid müssen in das öffentliche Bewusstsein rücken, um politische und materielle Hilfe zu ermöglichen.

Leider ist das Risiko, in einen bewaffneten Konflikt zu geraten, in vielen Ländern erheblich. Feindliche, terroristische, aber auch staatliche Bedrohungen können auf den einzelnen Berichterstatter zukommen.

DPV und bdfj engagieren sich seit langem für Journalisten, die bei ihren Recherchen ein hohes Risiko eingehen, um die Öffentlichkeit zu informieren. Denn nicht alle Medienhäuser stehen voll hinter denen, die gefährlichen Enthüllungsjournalismus betreiben oder für die Nachrichtenversorgung aus Krisengebieten zuständig sind. In den vergangenen Jahren erreichte die Zahl getöteter Journalisten traurige Rekorde, zahllose Reporter wurden Opfer von Gewalttaten. „Journalisten und deren Mitarbeiter werden in Konflikten weltweit oft als störender Faktor angesehen und geraten so zwischen die Fronten" beurteilt die Sprecherin des Journalistenzentrum Deutschland, Kerstin Nyst, die Situation.

Um einen Kriseneinsatz unbeschadet zu überstehen oder im Notfall richtig reagieren zu können, sind

  • eine bestmögliche Vorbereitung
  • eine gute Ausstattung
  • und kompetente Ansprechpartner

wichtige Voraussetzungen.

Mit ihrem Engagement setzen die Journalistenverbände auch in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen in anwendbarer Art und Weise den fünften Grundsatz der Charta zum Schutz von Journalisten in Kriegs- und Krisengebieten um. Insbesondere da, wo keine große Redaktion hinter dem Reporter steht, fehlt es häufig an den nötigen finanziellen Mitteln, um Sicherheit zu realisieren und Kompetenz zu nutzen. Und das gilt nicht nur für freiberufliche Medienmacher, welche besonders oft ohne ausreichende Vorbereitung und ohne Backup unterwegs sind.

Das Journalistenzentrum Deutschland setzt seine Erfahrungen auch hier praxisnah ein - von Journalisten für Journalisten.

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