Journalistenzentrum Deutschland
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Schutzausrüstung für Kriseneinsätze

Schutzausrüstung für Kriseneinsätze

SCHUTZBEKLEIDUNG
Kostenloser Verleih für Verbands-Journalisten

Leider ist das Risiko, in einen bewaffneten Konflikt zu geraten, in vielen Ländern erheblich. Feindliche, terroristische, aber auch staatliche Bedrohungen können auf den einzelnen Reporter zukommen. In solchen Situationen ist es wichtig, über eine ausreichende Sicherheitsausrüstung zu verfügen. Dazu kann eine kugelsichere Weste gehören. Mit dem kostenlosen Verleih setzen die Berufsverbände DPV und bdfj in praktischer Weise den fünften Grundsatz der Charta zum Schutz von Journalisten in Kriegs- und Krisengebieten um. Insbesondere da, wo keine große Redaktion hinter dem Reporter steht, fehlt es häufig an den nötigen finanziellen Mitteln, um sich mit teurer Sicherheitsbekleidung bedarfsgerecht auszurüsten. Das gilt insbesondere für freiberufliche Medienmacher, welche besonders oft ohne ausreichenden Schutz unterwegs sind.

Eine Schutzbekleidung alleine ist jedoch kein Garant dafür, nicht verletzt zu werden. Auch eine so genannte „kugelsichere" Weste hilft gegenüber Feuerwaffen nur eingeschränkt. Bei einer Ausstattung mit Schutzwesten sollten Journalisten im Umgang mit der Ausrüstung geschult werden. Nicht nur deswegen ist ein Spezial-Seminar für Kriseneinsätze unbedingte Voraussetzung zur Vorbereitung auf den gefährlichen Auftrag. Die Berufsverbände haben mit verschiedenen Seminar-Anbietern besondere Konditionen für ihre Mitglieder vereinbart, damit mehr Journalisten eine solche Schulung nutzen können (Infos in der Geschäftsstelle). Dabei werden die richtige Handlungsweise und der einsatzabhängige Gebrauch vermittelt. 

Die Berufsverbände setzen sich seit langem für einen verstärkten Schutz von Kriegs- und Krisenberichtserstattern ein. Deswegen haben sie sich dazu entschlossen, allen Mitgliedern ab sofort die Möglichkeit zur kostenfreien Nutzung von Schutzwesten anzubieten. 

Die Schutzwesten erfüllen strenge internationale Qualitätsnormen (z.B. ISO 9002) und sind entsprechend zertifiziert. Bei den angebotenen Westen handelt es sich um unterschiedliche Standardgrößen für Frauen und Männer. Nur eine Weste, die getragen wird, kann schützen. Die Verbände bieten leichte Unterziehwesten und keine (schweren) Schutzwesten der höheren SK-Kategorien an. Dieses Angebot richtet sich nicht an Journalisten, welche permanent aus Krisengebieten berichten. Auch wer als sog. Embedded Journalist direkt an der Front arbeitet, erhält sein Equipment normalerweise durch die Armee gestellt.

Bei Entleihung ist ein Sicherheitsdeposit von EUR 300,-- zu hinterlegen, welches der Journalist nach Rückgabe der Schutzausrüstung vollständig erstattet bekommt. Außerdem muss die Kopie eines gültigen Personalausweises zusammen mit dem Leihantrag vorlegt werden. Der Postversand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Retournierung der Schutzausrüstung muss erfolgen, ohne dass Kosten für die Berufsverbände entstehen. Innerhalb eines Jahres kann ein Mitglied auf Antrag bis zu zweimal eine Schutzweste entleihen. Die Verbände haften nicht für Schäden und Verletzungen, welche trotz Tragens der Schutzweste entstehen. Der Verleih ist auf eine Höchstverleihdauer von 2 Monaten begrenzt. Die genauen Verleihbedingungen können den Nutzungsbestimmungen für Schutzausrüstung entnommen werden, welche in der Geschäftsstelle sowie unter www.dpv.org verfügbar sind. Der Leihantrag muss mindestens 3 Wochen vor Entleihung vollständig vorliegen, damit eine rechtzeitige Prüfung der Verfügbarkeit der Schutzausrüstung vorgenommen werden kann.

SOS-BODYGUARD
Sicherheitsgerät für die Medienbranche

Wenn der Korrespondent Gunter R. in ein Krisengebiet reist, will er sich nicht auf das sprichwörtliche Glück verlassen. Denn in dem Land, in dem er aktuell arbeitet, wurden bereits mehrere ausländische Bürger Opfer von Entführungen. Sofern sich R. mit Informanten trifft oder zu riskanten Recherchen aufbricht, nimmt er ein unscheinbares Sicherheitsgerät mit. Und wenn sich der Journalist sich zu einer bestimmten Zeit nicht meldet oder ein vorher festgelegtes Gebiet verlässt, weiß er, dass sein „SOS-Bodyguard" Alarm schlägt und Hilfe in Bewegung gesetzt wird.

In den vergangenen Jahren erreichte die Zahl getöteter Journalisten traurige Rekorde, zahllose Reporter wurden Opfer von Gewalttaten. „Journalisten und deren Mitarbeiter werden in Konflikten weltweit oft als störender Faktor angesehen und geraten so zwischen die Fronten" beurteilt Kerstin Nyst, Sprecherin des Journalistenzentrum Deutschland, die Situation. Einen verbesserten Schutz können dynamische Überwachungssysteme bieten. Doch die sind teuer und meist mit erheblichen laufenden Kosten verbunden, da sie fast ausschließlich von Spezialanbietern und mit teuren Langzeitverträgen angeboten werden.

Journalisten bietet sich nun eine neue Möglichkeit, mobile Sicherheit zu annehmbaren Konditionen zu erhalten. Mit dem SOS-Bodyguard präsentiert das Journalistenzentrum Deutschland exklusiv für die Medienbranche ein Gerät mit zahlreichen Sicherheitsfeatures. So können Notrufe an ein handelsübliches Mobil- oder Festnetztelefon erfolgen, um darüber den Sicherheitsdienst, einen Call Center oder auch die Redaktion zu benachrichtigen. Die Ausstattung mit lediglich drei Tasten sorgt für eine problemlose Bedienung auch in Stresssituationen. Gleichzeitig versendet das Gerät eine SMS mit Informationen über Zeitpunkt und Position des Nutzers. Ein Plug-in zur Ortung über Google Maps ist in Vorbereitung.

Das staub- und spritzwassergeschützte Gehäuse aus deutscher Produktion verbirgt ein Triband-GSM-Modul, der so genannte Low-Power-GPS-Empfänger und die intelligente Software sorgen für die Lokalisierung des Benutzers. Ein Lagesensor erlaubt außerdem lage- und bewegungsabhängige Alarmroutinen, wenn sich das Gerät mit den Abmessungen eines mittelgroßen Handys beispielsweise über einen selbst festgelegten Zeitraum nicht bewegt oder ein bestimmter Neigungswinkel überschritten wird. Auch das Verlassen oder Betreten eines vordefinierten Bereichs kann den Alarm auslösen. Der SOS-Bodyguard überwacht die Position dabei selbstständig. Das Gerät lässt sich mit jeder beliebigen SIM-Karte (auch Prepaid) ausstatten und erlaubt so die Überwachung der Sicherheit von Korrespondenten in Krisengebieten oder von gefährdeten Journalisten ohne großen personellen und finanziellen Aufwand.

An der Entwicklung hat der Journalist Stephan Köhnk beratend mitgewirkt, um die Anforderungen aus der Praxis einzubringen. Das Journalistenzentrum Deutschland bietet den angeschlossenen Journalisten eine günstige Testbenutzung an. Das entsprechende Formular fordern die Mitglieder bitte direkt bei der Bundesgeschäftsstelle an.

Bezugsquelle

Journalisten erhalten den SOS-Bodyguard bei
Felsenmeer AG
Ansprechpartner: Stephan Köhnk Opfikonerstrasse 45
CH-8304 Wallisellen
Tel. 0041445003350
Fax 0041/44/500 33 51
 Email: koehnk@felsenmeer.ch  

Mitglieder der Journalistenverbände DPV und bdfj erhalten den SOS-Bodyguard beim Anbieter zu besonderen Pressekonditionen.

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