Wladimir Putin überfiel im Frühjahr 2022 die Ukraine. Plötzlich und unerwartet? Eher nicht, glauben die beiden Investigativjournalisten Katja Gloger und Georg Mascolo. In ihrem neuen Buch „Das Versagen“ zeichnen sie ein schonungsloses Bild jahrzehntelanger Fehleinschätzungen: Sie zeigen, wie politische Verantwortungsträger Warnungen ignorierten und unbequeme Stimmen in der deutschen Russlandpolitik ausblendeten. Im Interview mit dem Journalistenblatt erklären sie, wie es zu diesen politischen Blindstellen kam, was sie bei ihrer Recherche am meisten überraschte – und was Deutschland aus den Fehlern im Umgang mit Russland lernen kann und muss.
Die Überwachungsmethoden des öffentlichen Raums werden immer raffinierter. Neben der Gesichtserkennung kommt jetzt eine bereits aus Hollywood-Blockbustern bekannte Methode in die Erprobungsphase: Die Biometrische Gangerkennung soll Menschen aus der Ferne identifizieren können, selbst wenn sie ihr Gesicht verhüllen. Karoline Tanck zeigt, wie die Technologie funktioniert und wo sie bereits eingesetzt wird.
Auch Andrew Weber nimmt sich des Themas Sicherheit an. Geraten wir alle unter Generalverdacht, wenn wir Unkrautvernichtungsmittel und Feuerlöscher im Baumarkt kaufen? Innenminister Alexander Dobrindt will die US-amerikanische Überwachungssoftware Palantir bundesweit einsetzen.
Mit Künstlicher Intelligenz setzen sich gleich zwei unserer Autoren auseinander: Hausjustiziar Olaf Kretzschmar wirft einen positiven Blick auf den EU-AI-Act, der den Einsatz von KI im Journalismus regeln soll. Und Doc Baumann stellt generative Künstliche Intelligenz vor, mit der sich Bilder generieren lassen, die zunehmend realistischer erscheinen und von Fotos kaum noch unterscheidbar sind.
Und auch sonst haben wir wieder viel Informatives und Interessantes für Sie im Blatt.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre!
Ihre Redaktion des Journalistenblatt
Das Editorial finden Sie im Medienmagazin journalistenblatt auf Seite 3