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Deutsche Journalistin Anja Niedringhaus in Afghanistan erschossen

Deutsche Journalistin Anja Niedringhaus in Afghanistan erschossen

Pressemitteilung als PDF

Hamburg, 04.04.2014

Das Journalistenzentrum Deutschland ist bestürzt über den Tod der deutschen Kriegsfotografin und Pulitzer-Preisträgerin Anja Niedringhaus. Sie ist nach bestätigten Berichten in Ostafghanistan von einem Polizisten erschossen worden. Bei dem Angriff wurde auch eine kanadische Journalistin verletzt. Beide Frauen arbeiteten für die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) und hatten jahrelange Erfahrung in der Region sowie in anderen Konfliktgebieten.

Die Sicherheitslage in Afghanistan vor der Wahl ist extrem angespannt. Der Tod der erfahrenen Journalistin sowie der Tod eines schwedischen Reporters, welcher in Kabul im März 2014 auf offener Straße erschossen worden war, zeigt, wie extrem gefährlich Afghanistan für Journalisten immer noch ist.

Die Berufsverbände DPV und bdfj mahnen Berichterstatter daher zur äußersten Vorsicht. Sie fordern die afghanische Regierung gleichzeitig auf, Journalisten laut fünftem Grundsatz der Charta zum Schutz von Journalisten in Kriegs- und Krisengebieten vermehrt zu sichern und dafür zu sorgen, dass Journalisten über die Präsidentschaftswahl berichten können, ohne um ihr Leben fürchten zu müssen.

Das Journalistenzentrum Deutschland wird durch zwei Berufsverbände getragen. Der DPV Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten, gegründet 1989, ist mit ca. 8.000 Mitgliedern die tariffreie Spitzenorganisation der hauptberuflich tätigen Journalisten. Die bdfj Bundesvereinigung der Fachjournalisten wurde 2007 gegründet und ist die Vertretung der zweitberuflich tätigen Journalisten.

Originaltext: Journalistenzentrum Deutschland (für die Trägerverbände DPV und bdfj)

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