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Verkauf von Traditionsblättern durch Axel Springer Konzern

Journalistenzentrum Deutschland kritisiert Verkauf von Traditionsblättern durch Axel Springer Konzern

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Hamburg 29.7.2013

Das Journalistenzentrum Deutschland mit seinen Berufsverbänden DPV und bdfj sieht durch den Verkauf der Regionalzeitungsgruppen „Berliner Morgenpost“ und „Hamburger Abendblatt“ des Medienkonzerns Axel Springer an die Funke Mediengruppe massiv Arbeitsplätze gefährdet. Zudem trennt sich Springer noch von fünf Programm- und zwei Frauenzeitschriften. 

Bisher ist noch keine Standortentscheidung bekannt. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass die bisherigen Standorte ganz oder teilweise verlagert werden. Dass sich Springer mit der neuen Strategie, sämtliche Onlineaktivitäten des Konzerns in den Vordergrund zu stellen, somit von den Wurzeln des Traditionshauses verabschiedet, ist nicht nur für die Medienstandorte Berlin und Hamburg sehr bedauerlich. 

„Da bereits bei der WAZ-Gruppe in der Vergangenheit umfangreiche Rationalisierungsmaßnahmen für Negativschlagzeilen sorgten, ist der Verkauf an die Funke Mediengruppe als äußerst bedenklich anzusehen. Die Sorge der betroffenen Mitarbeiter um ihren Arbeitsplatz ist mehr als verständlich. Ob die Zukunft der Medienbranche, wie von Springer Vorstand Mathias Döpfner angenommen, fast ausschließlich im Internet liegt, ist dabei fraglich“, so Kerstin Nyst, Pressesprecherin des Journalistenzentrum Deutschland. 

Das Journalistenzentrum Deutschland wird durch zwei Berufsverbände getragen. Der DPV Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten, gegründet 1989, ist mit ca. 8.000 Mitgliedern die tariffreie Spitzenorganisation der hauptberuflich tätigen Journalisten. Die bdfj Bundesvereinigung der Fachjournalisten wurde 2007 gegründet und ist die Vertretung der zweitberuflich tätigen Journalisten. 

Originaltext: Journalistenzentrum Deutschland (für die Trägerverbände DPV und bdfj)

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