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22.07.2020

Verbände des Journalistenzentrum Deutschland unterzeichnen Petition "Unterstützung für Maria Ressa und philippinische Medien"

Maria Ressa, Vorstandsmitglied des International Press Institute (IPI), wurde am 15. Juni des Jahres -zusammen mit ihrem ehemaligen Kollegen Reynaldo Santos Jr. aus der Rappler Redaktion- wegen eines Artikels über einen Geschäftsmann aus dem Jahr 2012 verurteilt. Als Rechtsgrundlage gilt ein Cyberkriminalitätsgesetz, das erst nach Erscheinen des Artikels in Kraft getreten war. Sie und weitere Medienmacher wurden angeklagt, als nach Inkrafttreten dieses Gesetzes ein Rechtschreibfehler in dem Artikel korrigiert wurde. Dies wiederum war in dem Urteilsspruch als "Aktualisierung" gewertet worden. Für CNN berichtete Maria Ressa fast zwei Jahrzehnte lang aus Südostasien und gründete dann die mehrfach preisgekrönte Nachrichtenseite Rappler. Das mögliche Strafmaß beläuft sich auf mindestens sechs Monate bis zu sechs Jahren Haft. Aktuell sind Ressa und Santos gegen Kaution auf freiem Fuß. Ihnen droht jedoch weiterhin eine hohe Gefängnisstrafe, sollte das Urteil nicht in einem Berufungsverfahren gekippt werden. Heute steht Maria Ressa in einem weiteren Verfahren erneut vor Gericht. Insgesamt sieht sich die Journalistin in mindestens sechs weiteren Fällen mit Vorwürfen gegen sie oder Rappler konfrontiert; unter anderem wegen angeblicher Verleumdung und Steuerhinterziehung. Insgesamt stünde darauf fast ein Jahrhundert Haft. DPV und bdfj unterstützen die Petition, welche unter anderem von Reporter ohne Grenzen (ROG), dem Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) und dem International Center for Journalists (ICFJ) initiiert wurde. Gemeinsam wird an die philippinische Regierung appelliert, die Strafverfolgung von Maria Ressa und die Attacken auf unabhängige Medien sofort einzustellen. Die Philippinen gehören zu den gefährlichsten Ländern für Journalisten in Asien.

06.07.2020

Turnusmäßiger Start von Überprüfung der journalistischen Tätigkeit bei Presseausweis-Inhabern

Da es sich bei einem Presseausweis nicht um einen Mitgliedsausweis handelt, ist auch von Mitgliedern jährlich ein neuer Antrag auf Verlängerung der Gültigkeit eines Presseausweises zu stellen. Dieses Verfahren dient der Sicherheit und der Akzeptanz im Interesse aller Inhaber eines Presseausweises. Die Ausstellung eines gültigen Presseausweises ist nur für Journalisten möglich, welche ihre hauptberuflich (DPV) beziehungsweise zweitberuflich (bdfj) journalistische Tätigkeit verifiziert haben. Die turnusmäßige Prüfung gemäß der internen "Arbeitsanweisung zum Prüfverfahren zur Anforderung aktueller Nachweise bei ausgestellten Presseausweisen" ist heute gestartet. Die Ausstellung des Presseausweises ist kostenfrei im Rahmen der Mitgliedschaft enthalten. Bei allen Inhabern eines Presseausweises bedanken wir uns bereits jetzt für die Mithilfe.

01.07.2020

Pilotstudie zu Erwartungen von Interessenvertretungen in Deutschland

Auf Einladung der Deutschen Bundesbank beteiligt sich der DPV stellvertretend für das Journalistenzentrum Deutschland an einer groß angelegten Pilotstudie zu den Erwartungen von Interessenvertretungen und Unternehmen in Deutschland. Hintergrund sind die Maßnahmen aufgrund der Corona Pandemie, welche historisch betrachtet außergewöhnliche wirtschaftliche Entwicklungen verursachen. Es wird untersucht, inwieweit sich die wirtschaftliche Lage in deutschen Institutionen dadurch verändert und wie sie sich auf die Beschäftigungssituation auswirkt. Es wird erforscht, mit welchen Erwartungen auch Interessenvertretungen wie DPV und bdfj in die Zukunft gehen. Antworten auf diese und ähnliche Fragen helfen der Bundesbank bei der Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben. In einer Pilotstudie befragt die Deutsche Bundesbank daher eine repräsentative Auswahl von Organisationen und Unternehmen zu ihrer Lage, ihren Einschätzungen und Erwartungen. Das Konzept der Befragung sowie der Fragebogen wurden vom Forschungszentrum der Deutschen Bundesbank erarbeitet.

15.06.2020

Technologie und Daten bei der politischen Arbeit

Die Verbände des Journalistenzentrum Deutschland beteiligen sich an einer Studie, welche sich mit der Rolle beschäftigt, die Technologie und Daten bei der politischen Arbeit von Verbänden spielen. Außerdem wird untersucht, inwieweit die Corona-Krise zu einer Digitalisierung der Verbandsarbeit geführt hat. Die Auswertung der von DPV und bdfj gelieferten Daten dient als Grundlage zur Bewertung politischer und regulatorischer Themen.

10.06.2020

Versammlung von IPI-Deutschland

Die diesjährige Versammlung des deutschen Komitees des International Press Institute (IPI) findet aufgrund der Corona-Maßnahmen per Video- bzw. Telefonkonferenz statt. Der umfassende Tätigkeitsbericht der Vorsitzenden Prof. Dr. Karola Wille (Intendantin Mitteldeutscher Rundfunk) zeigt, wie wichtig das Engagement der ältesten Organisation im Kampf für die Pressefreiheit hierzulande ist. Das IPI-Hauptquartier in Wien ist zugeschaltet und berichtet über die wertvolle Arbeit im Sinne aller Journalisten weltweit. Das Journalistenzentrum Deutschland, welches mit einem Vertreter im dreiköpfigen Vorstand sitzt, arbeitet an verschiedenen Maßnahmen zur Verbesserung der Außendarstellung von IPI-Deutschland.

10.06.2020

IPI-Vorstandsmitglied Maria Ressa droht lebenslange Haft

Der philippinischen Journalistin Maria Ressa droht derzeit eine lebenslange Haftstrafe. Mit zahlreichen Verfahren, so die Vermutung von unabhängigen Journalistenorganisationen, will das Regime die 56-Jährige und ihre Nachrichtenplattform rappler.com zum Schweigen bringen. "Diese staatlichen Repressalien bedrohen ganz akut die Presse- und Meinungsfreiheit auf den Philippinen", sagt Christian Laufkötter, Pressesprecher der beiden Berufsverbände DPV Deutscher Presse Verband und bdfj Bundesvereinigung der Fachjournalisten. Ressa ist Vorstandsmitglied des International Press Instituts (IPI), einem weltweiten Netzwerk von Journalisten, Verlegern und Medienschaffenden zur Wahrung und Erhaltung der Pressefreiheit. Die beiden Berufsverbände DPV und bdfj sind im Vorstand des deutschen Nationalkomitees des IPI vertreten. Um Journalisten die Möglichkeit zu geben, mit Maria Ressa und ihrem Anwalt Theodore Te über das bevorstehende Verfahren und die Situation auf den Philippinen direkt zu sprechen, bietet das IPI heute um 16 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit eine Videokonferenz über die Plattform Zoom an. Für die Teilnahme ist eine Registrierung erforderlich unter https://zoom.us/webinar/register/WN_wtVOMw9MRnar-VSHzW9ijA.

18.05.2020

Umfrage "Wirtschaftliche Folgen der Corona-Pandemie in den Freien Berufen"

Entscheidungsträger aus Gesellschaft und Politik benötigen Informationen, um die negativen wirtschaftlichen Konsequenzen der Corona-Pandemie für Freiberufler einzuschätzen und einzudämmen. Deswegen beteiligt sich das Journalistenzentrum Deutschland an einer Umfrage des Bundesverband der Freien Berufe (BFB) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Freie Berufe an der Friedrich-Alexander Universität. Thematisiert werden die Inanspruchnahme der (finanziellen) Hilfsmaßnahmen, die Bewertung der aktuellen Maßnahmen und die Auswirkung der Pandemie auf das freiberufliche Wirken. Diese Befragung ist für den Berufsstand der Freien Berufe von besonderer Bedeutung, da die Umfrage als Orientierungshilfe zur Zweckmäßigkeit der bereitgestellten Unterstützung dienen kann. Der BFB vertritt als einziger Spitzenverband der freiberuflichen Kammern und Verbände die Interessen der Freien Berufe. Der DPV engagiert sich stellvertretend für das Journalistenzentrum Deutschland in diesem wirkungsvollen Umfeld für die Belange von freiberuflichen Journalisten.

13.-14.05.2020

Medientage Mitteldeutschland mit neuem Termin

Auf den Medientagen Mitteldeutschland treffen sich eigentlich Vertreter von DPV und bdfj mit Kollegen, Intendanten, Internetvordenkern, Entwicklern, Chefredakteuren, Digitalunternehmern und Regulierern. Die Veranstaltung bietet eine gute Gelegenheit, um sich über aktuelle Fachthemen und Debatten auszutauschen. Auf dem Gelände der Leipziger Baumwollspinnerei wird normalerweise bei relevanten Themen und kreativer Atmosphäre gearbeitet, um neue Impulse rund um den Journalismus zu bekommen und mit Entscheidern zu diskutieren. Auch das deutsche Komitee des International Press Institute (IPI), in dessen Vorstand das Journalistenzentrum Deutschland vertreten ist, wollte sich der Öffentlichkeit mit der Unterstützung von DPV und bdfj präsentieren. Leider muss der Kongress aufgrund der Corona-Krise auf das kommende Jahr verschoben werden.

03.05.2020

Tag der Pressefreiheit

Seit ihrem Bestehen engagieren sich die Journalistenverbände für die Förderung und Sicherung der freien Meinungsäußerung, dem uneingeschränkten Zugriff auf Nachrichten und Informationen sowie der Verbesserung von journalistischen Praktiken. DPV und bdfj haben sich der Bekämpfung bestehender und aufkommender Bedrohungen der Meinungsfreiheit verschrieben. In vielen Ländern werden immer wieder zweifelhafte Gesetze, Zensur durch die Regierung oder Drohungen, Entführungen und Anschläge seitens extremistischer Vereinigungen als mächtige Werkzeuge eingesetzt, um Journalisten in ihrer Arbeit einzuschränken, zu manipulieren, für längere Zeit zu inhaftieren oder gar zu töten. Diese erschwerten und teils lebensgefährlichen Arbeitsbedingungen von Medienschaffenden haben nicht selten Furcht und Selbstzensur zur Folge. Der 3. Mai als Tag der Pressefreiheit ist ein Datum, zu dem diese Probleme in das besondere Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden.

03.05.2020

Bild "Fotos für die Pressefreiheit 2020" erschienen

Der Bildband "Fotos für die Pressefreiheit" erscheint immer am Internationalen Tag der Pressefreiheit (3. Mai). Seit vielen Jahren unterstützt das Journalistenzentrum Deutschland mit der 3-Sterne-Mitgliedschaft die Veröffentlichung bei Reporter ohne Grenzen. Das Fotobuch berichtet in bewegenden Bildern von den Brennpunkten des Nachrichtengeschehens weltweit. Renommierte Fotografen stellen ihre Arbeit dafür ebenfalls unentgeltlich zur Verfügung. Die Erlöse fließen in das Engagement für die Pressefreiheit. Alleine im vergangenen Jahr konnte in mehr als 160 Fällen Nothilfe für verfolgte Kollegen geleistet werden. Die Berufsverbände DPV und bdfj setzen sich aktiv für die globale Bekämpfung von Verstößen gegen die Pressefreiheit ein. Mit Protestschreiben, Unterstützung von Aktionen, Spendenaufrufen und Engagement in verschiedenen Organisationen schaffen unsere Berufsverbände Aufmerksamkeit bei Politikern und in der Öffentlichkeit.

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