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Engagement-Archiv

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05.01.2018

Netzwerkdurchsuchungsgesetz zeigt schon beim Start negative Auswirkungen auf die Meinungsfreiheit

Der zeitweise abgeschaltete Twitter-Account der Titanic-Redaktion zeigt beispielhaft, dass das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) erhebliche negative Auswirkungen auf die Meinungsfreiheit in Deutschland haben kann. „Es kann nicht sein, dass von den Grundrechten geschützte Satire von juristischen Laien eines privaten Unternehmens in Unkenntnis der begrifflichen Definition und der rechtlichen Situation aus dem Netz gelöscht wird, nur um einer möglichen Strafe zu entgehen“, sagt Christian Laufkötter, Pressesprecher des Journalistenzentrum Deutschland. „Auch an diesem Vorfall wird deutlich, dass der Schuss des Justizministers deutlich nach hinten losgegangen ist.“ Anfang des Monats wurde der Twitter-Account der Titanic-Redaktion aufgrund eines satirischen Tweets gegen die AfD-Politikerin Beatrix von Storch vorübergehend gesperrt, da sich die Redaktion weigerte, den strittigen Tweet zu löschen. Bereits während des Gesetzgebungsverfahrens hat der DPV Deutscher Presse Verband als einer der beiden Trägerverbände des Journalistenzentrum Deutschland gemeinsam mit zahlreichen anderen Verbänden und Institutionen auf die Gefahren einer solchen willkürlichen Handhabung von strittigen Inhalten hingewiesen. Eine Trennung zwischen freier Meinungsäußerung und einer strafbaren Wortwahl fällt, wie jetzt noch einmal deutlich wurde, den privaten Plattformbetreibern schwer, weshalb sie im vorauseilenden Gehorsam mehr löschen als nötig.

20.12.2017

"Freilassung von Mesale Tolu ist ein wichtiger Schritt"

Die Entlassung der deutschen Übersetzerin und Journalistin Mesale Tolu aus der Untersuchungshaft ist von vielen politischen und berufsständischen Organisationen mit Erleichterung aufgenommen worden. „Wir freuen uns für Mesale Tolu und ihre Familie“, sagte heute Christian Laufkötter, Pressesprecher des Journalistenzentrum Deutschland. „Gleichzeitig müssen wir aber auch mit Nachdruck darauf hinwirken, dass alle aus politischen Gründen inhaftierten Journalisten endlich wieder freikommen.“ Derzeit sind in der Türkei noch mehr als 150 Journalisten in Gefängnissen festgesetzt. Auch der Fall des seit Februar 2017 inhaftierten deutsch-türkischen Journalisten und Welt-Korrespondenten Deniz Yücel sorgt nach wie vor für Unbehagen. „Es ist mit der Rechtsstaatlichkeit nicht vereinbar, dass mehr als neun Monate nach der Festnahme Yücels noch keine Anklage erhoben worden ist“, so Laufkötter. „Zwar sind die Bedingungen der Untersuchungshaft mittlerweile gelockert worden. Yücel muss unserer Auffassung nach aber umgehend freigelassen werden.“ Das Journalistenzentrum Deutschland appelliert an die deutsche Regierung, alles in ihrer Macht Stehende zu unternehmen, um die inhaftierten Journalisten in der Türkei freizubekommen. Die Presse- und Meinungsfreiheit darf nicht an Europas Haustür mit Füßen getreten werden.

09.-11.12.2017

DPV und bdfj veranstalten International Journalismus Conferenz (IJC) in Südost-Asien

Mehr als 400 Teilnehmer und Referenten aus acht Nationen tauschen sich in Lahore auf der International Journalism Conference (IJC) zu zahlreichen Themen rund um die Zukunft des Journalismus aus. Erstmalig fand in Pakistan ein derartiger Medienkongress statt, welchen das Journalistenzentrum Deutschland als ausländischer Partner mit veranstaltete. „Wir arbeiten seit vielen Jahren eng mit der Foundation for Promotion of Academic Collaboration, kurz FPAC, zusammen, um in Pakistan und Südostasien den Austausch zwischen Journalisten und Studierenden aus dem Medienbereich zu fördern“, erklärt Shams Ul-Haq, Leiter des Bereichs Internationale Beziehungen des Journalistenzentrum Deutschland. Aamir Rafique, Leiter der Konferenz und Generalsekretär der veranstaltenden FPAC, glaubt, dass der offene Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis den Teilnehmern geholfen hat, an einer starken und besseren Medienlandschaft mitzuarbeiten. „Freie Medien sind ein lebendiger Teil einer freien Gesellschaft“, sagte er. „Doch auch diese Freiheit muss permanent durch eine Selbstüberprüfung gewährleistet werden.“ Zu den Themen, die auf der Konferenz zum Teil kontrovers diskutiert wurden, gehörten daher auch viele Aspekte aus den sozialen Netzwerken, die Auswirkungen der Internetnutzung von Jugendlichen oder wie sich die Werbung auf dem Handy auf das Konsumverhalten der Menschen auswirkt. Auch die Rolle der Medien auf die Darstellung einzelner Länder im jeweiligen Ausland oder die Auswirkungen digitaler Angebote auf die Erziehung von Kindern und Jugendlichen gehörten zu den Diskussionspunkten.

06.-13.12.2017

Journalisten betonen neu gewonnene Erfahrungen auf Pressereise

Auf der von DPV und bdfj veranstalteten Pressereise in die pakistanische Kulturhauptstadt Lahore nutzen die teilnehmenden Kollegen die Möglichkeit, eigene Recherche-Interessen individuell mit dem Fachgruppenleiter für Internationale Beziehungen abzustimmen. Im Fokus dieser Pressereise stehen neben einer Teilnahme an der gleichfalls von DPV und bdfj mitveranstalteten International Journalismus Conferenz (IJC) Politik, Kultur, Wirtschaft, Bildung und Medien auf der Agenda. DIe mitgereisten Korrespondenten erhalten erhalten einen guten Einblick in die tatsächlichen Geschehnisse dieses Landes und können Erfahrungen aus erster Hand publizieren. 

26.10.2017

DPV Mitorganisator der International Journalism Conferenz 2017

Der DPV ist Mitorganisator der International Journalism Conferenz 2017, welche vom 9. bis 11. Dezember in Südost-Asien stattfinden wird. Internationale Referenten und Journalisten tauschen Erfahrungen aus und diskutieren in Lahore/Pakistan, um zu Verbesserungen des bestehenden Status Quo zu kommen. Denn das Veranstaltungsland steht Pakistan steht an der Spitze der Länder, in welchen die meisten Journalisten in Ausübung ihres Berufs ermordet werden. Warum ist das so, wie kann dieser Tatsache begegnet werden? Aktuelle Morde und Mordsversuche an Medienmachern in Europa bringen das Thema in dem Publikumsmedien zusätzlich auf die Agenda: Pakistan verfügt seit längerem über eine breite Medienvielfalt. Aber wie groß ist der Bedarf an mehr Ausbildung für Journalisten? Wie können sich pakistanische Medienschaffende effektiver vor Mordanschlägen schützen? Wie wird die Flüchtlings- und Migrationswelle in Südost-Asien publiziert? Was können europäische Medien daraus lernen? Die Geister, die ich rief... die Nordkorea-Krise und ihre unterschiedliche Bewertung in den Medien. Interessenten können sich ab dem 6. November 2017 unter www.pressereisen.org informieren und für eine Pressereise inklusiv Kongressteilnahme anmelden.

07.10.2017

Strategien zur Umsetzung von Medieninteressen

Mitarbeiter, Pressesprecher und Fachgruppenleiter von DPV und bdfj treffen sich in Recklinghausen, um die Strategiegespräche zur zukünftigen Umsetzung der Interessen der Berufsgruppe Journalisten fortzusetzen. Im Fokus stehen Fragen praktischer Natur wie auch die Durchsetzung gegenüber Dritten. Das Journalistenzentrum Deutschland steht im Dialog mit anderen Branchenverbänden, Politik, Öffentlichkeit und vor allem Journalisten, um ergebnisorientiert, praxisnah und effektiv die Entwicklung sowie die Pflege der Berufslandschaft zu unterstützen. DPV und bdfj sind kompetenter Ansprechpartner rund um das Thema "Journalismus" und unterstützt Gerichte, Ministerien und Behörden mit ihrem Fachwissen. Die Verbände erstellen Gutachten ebenso wie fachliche Stellungnahmen.

04.10.2017

Treffen mit afghanischem Botschafter

Vorstandsvertreter und Fachgruppenleiter treffen sich in Berlin mit dem Botschafter der Republik Afghanistan, um sich über kommende Pressekontakte auszutauschen. Im Mittelpunkt stehen die Themen Organisation Pressereisen, Kontakte zu Medien, Politik und Universitäten sowie Journalistenaustausch und -weiterbildung. Botschafter Ali Ahmad Jalali war und ist auch heute noch journalistisch tätig, u.a. als Kommentator für CNN, ABC, FOX News, MSNBC oder NBC. Daher trafen die Wünsche und Fragen von DPV und bdfj auf offene Ohren.

28.09.-02.10.2017

18. Radsport-Weltmeisterschaft der Journalisten

Zum ersten Mal findet die Weltmeisterschaft der Journalisten in Deutschland statt. Wie in den Vorjahren unterstützen DPV und bdfj Kollegen, um mit dem schweißtreibenden Sport Deutschland zu repräsentieren und um internationale Kontakte zu knüpfen. Veranstaltungsort der 18. World Press Cycling Championships ist Bad Dürrheim im Schwarzwald. Die Medien-Radsportler profitieren dabei von der idealen und hoch professionellen Infrastruktur der Veranstaltung Riderman. Wir gratulieren zu Plätzen im Mittelfeld von Journalisten aus der ganzen Welt.

01.10.2017

Neues Gesetz bedroht Meinungs- und Pressefreiheit

Heute tritt ein Gesetz in Kraft, welches nach Meinung vieler Experten schwerwiegende Grundrechtseingriffe ermöglicht. Bei einer Anhörung im Bundestag erklärten gleich 7 von 10 Sachverständigen das Netzwerkdurchsetzungsgesetz für verfassungswidrig. Außerdem "bedrohe es die Meinungs- und Pressefreiheit". In die gleiche Kerbe schlägt der UN-Sonderberichterstatter für Meinungsfreiheit in einem offenem Brief: "...das Gesetz gefährdet die Menschenrechte auf Meinungsfreiheit und Privatsphäre. Im Zweifel würden Internetfirmen auch legale Inhalte löschen." Mit Äußerungen, welche nicht strafrechtlich relevant sind, muss man sich im Zweifelsfall auch online argumentativ auseinandersetzen. Wenn aber durch dieses Gesetz die Praxis entsteht, solche Äußerungen zu verbieten und zu zensieren, sind Grundrechte wenig wert. DPV und bdfj haben früh über die Schwächen und Eingriffe informiert und sich gegenüber den Ministerien entsprechend positioniert. Die Berufsverbände werden sich auch in Zukunft im Sinne der Meinungsfreiheit dahingehend engagieren, dass diese Verordnung wieder außer Kraft tritt. 

26.09.2017

Kolumnist Kadri Gürsel aus Untersuchungshaft entlassen

Eine Woche vor seiner Verhaftung spekulierte der türkische Journalist gegenüber Vertretern des Journalistenzentrum Deutschland, dass das Risiko einer Festnahme bei seiner Rückkehr in die Türkei hoch sei - leider nicht unbegründet, wie sich herausstellte. Nach 11 Monaten in Untersuchungshaft wurde er nun vorläufig freigelassen. DPV und bdfj hatten sich, auch gemeinsam mit dem International Press Institute (IPI), entschieden für seine Freilassung eingesetzt. Gürsel betonte, dass Journalisten nicht wie Terroristen behandelt werden dürfen, wenn sie ihrem Recht auf freie Berichterstattung nachkommen. Er verwies darauf, dass noch über 150 weitere Medienschaffende in der Türkei im Gefängnis sitzen. Vertreter des Journalistenzentrum Deutschland, welche gleichzeitig im Vorstand von IPI-Deutschland engagiert sind, werden die Situation weiterhin genau beobachten.

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