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Mehr Sicherheit für Journalisten in Krisensituationen

Mehr Sicherheit für Journalisten in Krisensituationen

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24. Januar 2008

Wenn der Korrespondent Gunter R. in ein Krisengebiet reist, will er sich nicht auf das sprichwörtliche Glück verlassen. Denn in dem Land, in dem er aktuell arbeitet, wurden bereits mehrere ausländische Bürger Opfer von Entführungen. Sofern sich R. mit Informanten trifft oder zu riskanten recherchen aufbricht, nimmt er ein unscheinbares Sicherheitsgerät mit. Und wenn sich der Journalist zu einer bestimmten Zeit nicht meldet oder ein vorher festgelegtes Gebiet verlässt, weiß er, dass sein „SOS Bodyguard" Alarm schlägt und Hilfe in Bewegung gesetzt wird.

Der Deutsche Presse Verband (DPV) engagiert sich seit langem für Journalisten, die bei ihren
Recherchen ein hohes Risiko eingehen, um die Öffentlichkeit zu informieren. Denn nur wenige
Medienhäuser stehen voll hinter denen, die gefährlichen Enthüllungsjournalismus betreiben oder für die Nachrichtenversorgung aus Krisengebieten zuständig sind. In den vergangenen Jahren erreichte die Zahl getöteter Journalisten traurige Rekorde, zahllose Reporter wurden Opfer von Gewalttaten.
„Journalisten und deren Mitarbeiter werden in Konflikten weltweit oft als störender Faktor angesehen und geraten so zwischen die Fronten" beurteilt DPV-Sprecher Markus Merz die Situation.

Einen verbesserten Schutz können dynamische Überwachungssysteme bieten. Doch die sind teuer und meist mit erheblichen laufenden Kosten verbunden, da sie fast ausschließlich von Spezialanbietern und mit teuren Langzeitverträgen angeboten werden.

Journalisten bietet sich nun eine neue Möglichkeit, mobile Sicherheit zu annehmbaren Konditionen zu erhalten. Mit dem SOS Bodyguard präsentiert der DPV exklusiv für die Medienbranche ein Gerät mit zahlreichen Sicherheitsfeatures. So können Notrufe an ein handelsübliches Mobil- oder Festnetztelefon erfolgen, um darüber den Sicherheitsdienst, einen Call-Center oder auch die Redaktion zu benachrichtigen. Die Ausstattung mit lediglich drei Tasten sorgt für eine problemlose Bedienung auch in Stresssituationen. Gleichzeitig versendet das Gerät eine SMS mit Informationen über Zeitpunkt und Position des Nutzers. Ein Plug-in zur Ortung über Google Maps ist in Vorbereitung.

Das staub- und spritzwassergeschützte Gehäuse aus deutscher Produktion verbirgt ein Triband-GSMModul, der so genannte Low-Power-GPS-Empfänger und die intelligente Software sorgen für die Lokalisierung des Benutzers. Ein Lagesensor erlaubt außerdem lage- und bewegungsabhängige Alarmroutinen, wenn sich das Gerät mit den Abmessungen eines mittelgroßen Handys beispielsweise über einen selbst festgelegten Zeitraum nicht bewegt oder ein bestimmter Neigungswinkel überschritten wird. Auch das Verlassen oder Betreten eines vordefinierten Bereichs kann den Alarm auslösen. Der SOS Bodyguard überwacht die Position dabei selbstständig. Das Gerät lässt sich mit jeder beliebigen SIM-Karte (auch Prepaid) ausstatten und erlaubt so die Überwachung der Sicherheit von Korrespondenten in Krisengebieten oder von gefährdeten Journalisten ohne großen personellen und
finanziellen Aufwand.

An der Entwicklung hat der DPV-Journalist Stephan Köhnk beratend mitgewirkt, um die Anforderungen aus der Praxis einzubringen. Mitglieder des größten nicht-gewerkschaftlichen Journalistenverbandes erhalten den SOS Bodyguard beim Anbieter zu besonderen Pressekonditionen. Der DPV bietet den angeschlossenen Journalisten außerdem eine günstige Testbenutzung an.

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